Benedikt Duda erstmals Deutscher Meister im Einzel

Der zweimalige Meister Bastian Steger unterliegt in seinem fünften DM-Finale mit 2:4

Im zweiten Anlauf hat es endlich geklappt. Mit einem 9:11, 11:7, 5:11, 11:7, 11:5 und 11:4- Finalerfolg über Bastian Steger sicherte sich Benedikt Duda erstmals in seiner Karriere die Deutsche Meisterschaft im Herren-Einzel. Im Vorjahr hatte der 27 Jahre alte Bergneustädter das Endspiel gegen Ricardo Walther verloren.

Ein Jahr später musste die Nummer 42 der Welt zwar einen 1:2-Satzrückstand gegen den 13 Jahre älteren Deutschen Meister der Jahre 2011 und 2012 wettmachen. Doch am Ende gewann Duda, der im Halbfinale das 20 Jahre alte Fuldaer Talent Fan Bo Meng ausgeschaltet hatte verdient seinen ersten nationalen Titel. Steger hatte mit einem hart erkämpften 4:3-Erfolg über Abwehrkünstler Ruwen Filus (Fulda-Maberzell) zum insgesamt fünften Mal ein DM-Finale erreicht.

Ein glücklicher und zufriedener Benedikt Duda sagte nach dem Titelgewinn: „Das waren einfach fantastische Wochen für mich. Ich freue mich, dass ich in Tokio den Jungs helfen konnte, für Deutschland die Silbermedaille zu gewinnen, jetzt der Deutsche Meistertitel in Bremen. Ich bin sehr froh und freue mich natürlich auch etwas, jetzt im Rampenlicht zu stehen. Aber der Erfolg von Tokio war wichtiger.“ Im Finale musste Duda zunächst einen Rückstand wettmachen: „Ich habe lange gebraucht, bis ich im Finale frei aufgespielt habe, bis ich mich von dem Druck lösen konnte. Basti hat außerdem sehr, sehr gut gegen mich gespielt und ich habe in den ersten vier Sätzen zwar viel ausprobiert, aber keine richtige Taktik gefunden. Erst nachdem ich im vierten Satz meine Auszeit genommen habe, lief es dann besser und dann hatte ich auch die für mich heute richtige Taktig gefunden.“

Die Nummer vier des deutschen Olympia-Silberteams von Tokio kann heute noch eine Bestmarke aufstellen. Zusammen mit Dang Qiu kann er im Doppel seinen vierten Titel in Folge gewinnen und damit den 30 Jahre alten Rekord der Ex-Weltmeister Jörg Roßkopf/Steffen Fetzner einstellen, die von 1988 bis 1991 viermal hintereinander erfolgreich waren. Gegner im Endspiel sind Ruwen Filus/Steffen Mengel.

Steger: „Bin insgesamt zufrieden, aber es war etwas mehr drin“

Der Weltranglisten-115. Bastian Steger gratulierte seinem Kontrahenten zum Titelgewinn: „Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an Benedikt. Ich hatte das Gefühl, dass ich das Spiel unter Kontrolle habe und zwischendurch versucht, mein Spiel zu variieren. Ich wusste, dass ich gut in Form bin und hier gegen jeden gewinnen kann. Insgesamt bin ich jedoch zufrieden, obwohl ich weiß, dass im Finale etwas mehr drin war. Es war liegt aber eine lange Wettkampfpause hinter mir. Deshalb war es nicht einfach, meinen Rhythmus zu finden. Für die Bundesliga bin ich durch die Deutschen Meisterschaften jetzt auf jeden Fall gut vorbereitet.

Fotos: Guido Schiefer